Seit dem Jahr 1301 schlägt in Gut Landscheid das Herz einer lebendigen Geschichte – eingebettet in die sanften Hügel und bewaldeten Täler des Bergischen Landes. Hier treffen historische Mauern auf zeitgemäße Gastfreundschaft, und in jedem Raum spürt man die Resonanz vergangener Jahrhunderte. Als ehemaliger Rittersitz wurden die Mauern von Gut Landscheid Zeuge vieler Generationen – und heute öffnen wir sie für Menschen, die Anspruch an Stil, Genuss und Begegnung haben. Ob für inspirierende Tagungen, rauschende Feste oder ruhige Auszeiten: Unser Haus bietet Ihnen flexible Räume mit Charakter, ausgezeichnete Kulinarik im Restaurant „13null1“ und eine exklusive Short-Game-Area, die Golf-Enthusiasten ein besonderes Erlebnis zwischen Natur und Präzision vermittelt.
Auf Gut Landscheid beginnt eine Reise durch mehr als sieben Jahrhunderte lebendiger Geschichte: ein Weg voller Wandlungen, prägender Persönlichkeiten und Ereignisse, die unserem Haus seinen unverwechselbaren Charakter verliehen haben. Eingebettet in die Natur des Bergischen Landes erzählt das ehemalige Rittergut von Rittern, Adelsfamilien, Handwerkern und Visionären, die diesen Ort geprägt und weiterentwickelt haben.
Vom mittelalterlichen Ursprung bis zur heutigen Wiedergeburt als Hotel, Restaurant und Eventort – jede Epoche hat Spuren hinterlassen, die bis heute sichtbar und erlebbar sind. Tauchen Sie ein in die Geschichte von Gut Landscheid und entdecken Sie, wie Tradition, Architektur und Schicksale über Jahrhunderte hinweg miteinander verwoben wurden.
Am 13. August 1301 beginnt die Geschichte Landscheids: Rolando und sein Bruder Joanne genannt zu Langenscheid treten als Vertragszeugen beim Ankauf des Hofes Bechen durch die Abtei Altenberg auf.
1402 ist mit Heinrich Flecke von Nesselrode eine der bedeutendsten Familien des Bergischen Adels Eigentümer.
1447/48 werden nacheinander die Brüder Johann Flecke von Nesselrode und Wilhelm, gen. „Herr zu Langescheid“ erwähnt. In die Sage sind sie als die „feindlichen Brüder“ eingegangen, der eine soll dem anderen im Streit den Kopf mit einer Holzsäge abgesägt haben.
1615 heiratet die Tochter von Degenhardt von Hall Adolf Wolff gen. Metternich zur Gracht auf Schloss Strauweiler; Landscheid wird nun von einem Halfmann bewirtschaftet.
1644 verkauft Metternich an Johann Degenhardt von Hall zu Ophoven.
1712 geht der Besitz an dessen Enkel Bertram von Hall. Zwischen
1718 und 1725 erbaut dieser das heute denkmalgeschützte barocke Gebäude als Wasserschloss. Sein Wappen und das seiner Ehefrau von Hochstetten lässt er in einer Kartusche mit lateinischer Umschrift über dem Eingang anbringen. Er baut eine Kapelle für sich und seine Familie ein. Er verschuldet sich jedoch nicht nur durch den aufwändigen Bau, sondern auch durch verlorene Jagdprozesse, verkauft mehrere Höfe und verpfändet das Haus seinem Leihgeber Heinrich von Monschau aus Köln.
1764 Heinrich von Monschau aus Köln erwirbt Gut Landscheid.
1773 Die Tochter von Heinrich von Monschau verkauft Landscheid an zwei Eigentümer je zur Hälfte. Auch nach mehrfachem Eigentümerwechsel bleibt die Zweiteilung erhalten.
1843 Carl und Gustav Liesendahl bewohnen die westliche Seite und richten am Ufer des Wiehbaches eine Färberei ein (bis 1907/08 betrieben).
1912/13 vereinigt Karl von Reden beide Haushälften wieder und entfernt die Trennmauer. Nach einem Dachstuhlbrand erwirbt Moses gen. Moritz Franken aus Köln das Haus und richtet den Dachstuhl höher als vorher wieder auf.
1925 verkauft Karl von Reden an den Vincenz-Verein-Jugendfürsorge GmbH, eine Trägergesellschaft des Erzbistums Köln.
Ab 1929 gestaltet der Versicherungskaufmann Robert Busch das Haus zu einer großbürgerlichen Villa um. Nach alten Plänen richtet er die Halle mit der Eichenbalkendecke wieder her und verändert die übrigen Räume mit viel Geschick und Sinn für die Historie.
1952 Nach dem Tod von Robert Busch erwirbt die Rettungsanstalt Düsselthal in Wittlaer (heute Rheinische Gesellschaft für Innere Mission und Hilfswerk GmbH) das Haus.
1953 wird das Förderschulinternat „Neu-Overdyk“ für Flüchtlingsjungen zwischen 10 und 18 Jahren gegründet.
1961–1969 wird Haus Landscheid von den Farbenfabriken BAYER als Heim für ledige Ausländerinnen angemietet.
1968 übernimmt der Architekt Gerbert Schlömer das Anwesen, baut es zum Hotel um und fügt an der Ostseite ein tiefer gelegenes Feinschmeckerrestaurant an.
1981 nach dem plötzlichen Tod von Gerbert Schlömer wechseln die Besitzer mehrfach.
1982 wird Landscheid in die Denkmalliste eingetragen. Das westlich vom Haupthaus gelegene Wirtschaftsgebäude wird durch gesonderten Verkauf von den anderen Gebäuden getrennt und als Bauernhof genutzt. Danach erfolgt ein neuer Versuch, das Haus als Seminarhotel zu etablieren, der jedoch letztendlich scheitert.
1999 ersteigert Kurt Lammert das dem Verfall überlassene Anwesen, um eine Dependance der Klinik Wersbach einzurichten. Aufgrund verschiedener, unüberbrückbarer Vorschriften konnte die geplante Klinik nicht realisiert werden. Haus Landscheid stand wieder zum Verkauf. Ende 2008 entscheidet sich Kurt Lammert dazu, den ehemaligen Rittersitz zu einem exklusiven Gastronomieobjekt zu machen.
Ende 2008 entscheidet sich Kurt Lammert dazu, den ehemaligen Rittersitz zu einem exklusiven Gastronomieobjekt zu machen.
Am 3. September 2010 erfolgte die Neueröffnung von Gut Landscheid in seiner heutigen Form. Die Konstellation aus Tagungshotel, Gastronomie, Hotellerie mit Trauzimmer, dem Institut für Leistungsoptimierung ILO und der Tagesklinik der Klinik Wersbach erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Nach langer Zeit des drohenden Verfalls hat das Anwesen seit September 2010, das nun „Gut Landscheid“ heißt, wieder eine vielversprechende Zukunft. An dieser Stelle gilt unser Dank unseren treuen Kunden und unseren Mitarbeitern!
Marietta und Kurt Lammert sind die heutigen Eigentümer von Gut Landscheid und haben maßgeblich dazu beigetragen, das historische Anwesen zu neuem Leben zu erwecken. Nachdem das Gut über viele Jahre hinweg vom Verfall bedroht war, entschieden sie sich, dem ehemaligen Rittersitz eine Zukunft zu schenken.
Mit großem Engagement und einer klaren Vision führten sie das Haus am 3. September 2010 in seine neue Ära – als Ort für Gastronomie, Hotellerie, Tagungen und besondere Anlässe. Durch ihren Einsatz konnte Gut Landscheid wieder zu dem werden, was es heute ist: ein historisches Juwel, das Gästen Raum für Genuss, Begegnungen und besondere Momente bietet.
Marietta und Kurt Lammert stehen bis heute hinter dem Anspruch, Geschichte zu bewahren und zugleich moderne Gastlichkeit zu ermöglichen – und dafür möchten wir ihnen danken.
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